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Vortrag anlässlich des Jahrestreffens der deutschen Sektion des Scientific and Medical Network im August 2006
Von vergangenen Leben und Reinkarnation hört man heutzutage häufig. Wenn es diese Phänomene tatsächlich geben sollte, wieso können wir uns dann nicht an sie erinnern? Wodurch wird das Vergessen bewirkt? Was ereignet sich auf dem Weg von Tod zu Geburt? Wie sich in einer großen Zahl von Fällen erwies, unterscheidet sich die Zeit nach dem Tod beträchtlich von den Erlebnissen im Nahtodbereich. Typisch dafür sind Unfreiwilligkeit und Traumatisierung. Das ProblemVerhalten ist das Resultat von gelernten Lektionen. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange das Erlernen dieser Lektionen her sein mag. Vor der Lektionen war noch alles in Ordnung, danach nicht mehr. Kurz gesagt, vor der Unfähigkeit lag Fähigkeit. Geht man von diesem Grundsatz aus, so erhebt sich zwangsläufig die Frage, wie es zur Unfähigkeit kommen konnte. Durch welche Lektionen entstand sie? Betreibt man hier gezielte Ursachenforschung in tiefste Erinnerungsschichten hinunter, so gerät man unweigerlich an traumatische Erlebnisse mit gewaltsam herbeigeführter Todesfolge. Hier, durch die extreme Frustration einer Zielsetzung am Ende eines vergangenen Lebens, wird in vielen Fällen auf schmerzhaft Weise Unfähigkeit erworben. Die MethodeIm Unterschied zu anderen Rückführungsverfahren legt es der Sitzungsleiter bei der Methode "MindWalking" nicht gezielt darauf an, beim Sitzungspartner Erinnerungen an vergangene Leben herbeizuführen oder die Kontaktnahme mit spirituellen Bereichen einzuleiten. Diese Dinge geschehen sozusagen von selbst. Weder wird mit Trance gearbeitet noch mit Suggestion, weder mit Bewertungen noch mit Interpretationen oder symbolischen Deutungen. Das Wachbewusstsein und die Kritikfähigkeit des Sitzungspartners bleiben während des gesamten Sitzungsverlaufs voll erhalten. Der Sitzungsleiter beschränkt sich auf Fragen nach Zeit, Ort und Ablauf. Der Sitzungspartner beschreibt seine geistigen Vorstellungsbilder. Er wird angehalten, exakt zu beschreiben, was er wahrnimmt. Nur hierdurch, und durch nichts anderes, wird ein intensives Nacherleben des traumatischen Urerlebnisses eingeleitet. Unter teilweise heftigen emotionalen und somatischen Begleiterscheinungen wird es durchlebt. Schließlich machen die wahrgenommenen Inhalte dem Sitzungspartner nichts mehr aus. Erst das wäre das Ende einer Sitzungsfolge zu einer bestimmten Thematik. Die nachfolgend berichteten Beobachtungen haben sich über zwanzig Jahre hinweg immer wieder bestätigt. Sie beruhen auf Zehntausenden von Sitzungsstunden mit Tausenden von Sitzungspartnern. Es sei betont, dass nicht nur der Autor selbst regelmäßig auf dieses Material stößt, sondern auch andere in der Methode MindWalking ausgebildete Sitzungsleiter. Typische Ereignisverläufe von Tod zu GeburtBetrachten wir nun den Verlauf eines Sterbevorgangs. Das geistige Wesen trennt sich vom Körper und sieht, im Falle eines traumatischen Endes, seinen geschundenen, ausgemergelten oder zerschmetterten Leib tot unter sich liegen. Es sieht die Szene aus der Vogelperspektive. Die Kamera hängt sozusagen außerhalb. Dies mag ungewöhnlich klingen, doch findet sich selbst während des normalen Lebens häufig eine Wahrnehmung von außen. Die Psychiatrie verwendet hierfür den Begriff "Dissoziation" und hält den Vorgang für bedenklich. Tatsächlich ist er aber ganz normal. Es handelt sich einfach um einen der beiden möglichen Wahrnehmungsmodi, die dem Menschen in seiner geistigen Wesensform gegeben sind. Der eine Modus ist der aus der Innenposition, wo man "durch die Augen" schaut, der andere der aus der Außenposition. In der Außenposition, ob während des Lebens oder nach dem Sterben, gehen Denken, emotionale Empfindung und absichtsvolles Handeln ungebrochen weiter. Beispiele hierfür finden sich im Mannschaftssport oder bei chinesisch-japanischen Kampftechniken wie etwa Karate und Aikido. Dabei geht es um blitzschnelle Koordination, die die Akteure häufig von außerhalb des Körpers leisten. Doch sind sie sich dessen nicht unbedingt bewusst! Denn weil die fünf Sinne nach wie vor funktionieren, orientiert man sich auch während einer Außenposition bequemerweise an ihnen statt an der eher subtilen Außenkamera. Aus diesem Grund sind sich nur die wenigsten Menschen ihrer Außenposition bewusst, selbst wenn eine solche gerade gegeben ist. Eine Ausnahme bilden die Extremsportarten. Hochalpinisten etwa berichten oft von einer beängstigend deutlichen Außenwahrnehmung ihres Körpers. Dieses ungewohnte Erlebnis lässt sie häufig an ihrem Verstand zweifeln. Nach dem körperlichen Tod tritt das abgeschiedene Geistwesen eine Reise an, die in der Regel mit einer Reinkarnation endet. Von Nahtoderlebnissen weiß man, dass die irrende Seele typischerweise zu lichtvollen Engelwelten aufsteigt, wo sie huldvoll begrüßt und anschließend auf die Rückreise zur Erde geschickt wird, oder wo man auf seine Ahnen stößt, die einen willkommen heißen und trösten. Die Weiterreise nach vollständig eingetretenem Ableben sieht hingegen oft weniger weihevoll aus. Je gewaltsamer der Tod war, desto schlimmer die Verwirrtheit und desto unwägbarer und düsterer die Weiterreise. Man glaube nicht, dass ein Wesen, das seinen Körper verlassen hat, weiser oder heiterer sei, als es zu Lebzeiten war. Mitnichten. Wer sich während des Lebens ausschließlich an seiner Körperlichkeit orientierte, wird auch nach seinem Tod für nichts anderes einen Sinn haben. "Ohne Körper geht es nicht", meint ein solches Wesen nach dem Tod genauso wie davor. Alles andere ist ihm ein Horror und verursacht ihm Panik. Baldige Reinkarnation scheint Rettung zu versprechen. Oft aber landet der Reinkarnierende in einer Familie, die seinen Wünschen nicht im mindesten entspricht. Wegen seines verwirrten und entsetzten Zustands, wie nach einem gewaltsamen Tod nicht anders zu erwarten, gerät er unter Menschen, deren emotionaler und spiritueller Zustand nicht besser ist als sein eigener. "Gleich und gleich gesellt sich gern" gilt auch hier. Ein emotionales Resonanzphänomen. Über das Geschick eines Abgeschiedenen entscheidet in hohem Maß, über welche Gefasstheit und spirituelle Vorkenntnis er verfügt. Aus diesem Grund werden in manchen Kulturen Sterbebegleitungen praktiziert, die sich Tage und Wochen über den physischen Tod hinaus hinziehen. Auf diese Weise soll auch dem "Unerleuchteten", der während seines Lebens keine Gelegenheit fand, sich mit diesen Dingen zu befassen, zu Gefasstheit und Stärke angesichts ihm unbekannter und furchteinflößender Welten verholfen werden. Die Weiterreise nach dem Tod lässt sich grob in drei Erlebnistypen unterteilen. Im ersten Erlebnistyp werden Orte und Personen besucht, die dem Verstorbenen etwas bedeuteten. Oft bleibt er bis hin zur Beobachtung der eigenen Beerdigung in der Nähe. Erst danach erfolgt ein Entschweben nach oben bis in eine Höhe von etwa 25 bis 30 Kilometern. Beim Durchgehen dieser Höhenzone trifft das körperlose Geistwesen in der Regel auf Erlebnisbilder, die im morphogenetischen Erdenfeld abgespeichert sind. Sie existieren in Form selbsttragender, informationsgeladener, feinenergetischer Felder. Inhalt dieser Felder sind die Erlebnisse irdischer Organismen. Es handelt sich um Aufzeichnungen von allem, was je von Tieren, Menschen oder Pflanzen erlitten wurde, insbesondere um das Traumatische. Dieses Phänomen dürfte dem entsprechen, was auch als "Akasha-Chronik" bezeichnet wird. Das umherirrende und durch den jüngst vergangenen Tod noch verstörte Wesen interagiert auf nur halbbewusste Weise mit dem kollektiven Erinnerungsspeicher. Wegen gedanklicher, emotionaler und inhaltlicher Ähnlichkeiten kommt es zur Resonanz zwischen persönlichen und kollektiven Erlebnisinhalten. Dies wiederum hat ein unbewusstes und ungewolltes "Downloading" des kollektiven Materials zur Folge. In seiner Unvorbereitetheit identifiziert sich der abgeschiedene Geist mit diesem Fremdmaterial und hält er die "angehängten" fremden Traumata für seine eigenen. Seine ohnehin schon bestehende Verwirrung verschlimmert sich dadurch noch um einiges. Der Verbleib im abgeschiedenen Zustand ist von ganz unterschiedlicher Dauer. Ein einem Fall mögen Jahre oder Jahrzehnte vergehen, in einem anderen auch Jahrhunderte. Irgendwann wird das körperlose Geistwesen aus dieser Erdhüllenzone wieder zur Erdoberfläche heruntergezogen, wo es erneut inkarniert. Zu den dabei anfallenden Mechanismen kommen wir weiter unten. Beim zweiten Erlebnistyp wird von einem Entschweben über die Erdhüllenzone hinaus in Astralwelten hinein berichtet. Selbstverständlich sind Wörter wie "darüber hinaus", "jenseits" und "oben" unzutreffend, insofern es sich beim astralen Bereich nicht mehr um eine geographische Dimension handelt. Dort also, in der Astralwelt, trifft man, wenn man Glück hat, auf wohlgesinnte Engelwesen, die einen für eine Weile aufnehmen, beruhigen und die geistigen Wunden heilen. Hat man aber Pech, so sind diese Engelwesen nicht wohlgesinnt, sondern eher dämonischer Natur, und man wird auf schwarzmagische Weise "gehirngewaschen". Dies geschieht durch das gezielte Anhängen fremden Bildmaterials. In beiden Fällen geht es irgendwann einmal wieder zurück. Der heilende Einfluss der "Lichtkräfte" geht beim Durchgang durch die Erdhüllenzone und der Identifikation mit dem dort vorhandenen Material jedoch zum guten Teil wieder verloren. Und der destruktive Einfluss der "Dunkelkräfte" verschlimmert sich gar noch. Nur selten - und das ist der dritte Erlebnistyp - kommt es direkt nach dem Tod zu einem sofortigen Entschweben nach "ganz oben", in ein reines, abstraktes, aber dennoch als "liebevoll" bezeichnetes Nichts, einer Zone "lebendiger Stille" und "vollendeter Wachheit", die sich durch reines Sein auszeichnet. Diese Zone entspricht vermutlich dem buddhistischen "Nirwana-Zustand". Auch dort ist die Aufenthaltsdauer variabel. Sie kann Hunderte von Jahren betragen, ohne dass der Betreffende etwas davon bemerken würde, denn in Abwesenheit irgendwelcher Partikelbewegungen gibt es bekanntlich weder Raumwahrnehmung noch Zeitempfinden. Der Weg in die Reinkarnation wird häufig durch einen telepathischen "Ruf" seitens eines Mitglieds der zukünftigen Familie eingeleitet, der den Reinkarnierenden zur Erde hinunter zieht. Wodurch dies zustande kommt, ist bislang noch ungeklärt. In den wenigsten Fällen jedenfalls wird die Auswahl der Zielfamilie bewusst getroffen Der ziellos wandernde Geist gerät mit voller Wahrnehmung der Örtlichkeit in die unmittelbare Nähe seiner zukünftigen Eltern, ohne zu wissen, wie es dazu kam. Dies kann sich Tage oder Wochen vor der Zeugung ereignen, direkt während der Zeugung, irgendwann während der Schwangerschaft, während der Geburt oder auch noch während der ersten Lebensjahre. Irgendwann kommt es schließlich zu einem definitiven Übernehmen des Körpers. Der Zeitpunkt ist unterschiedlich. In einigen Fällen wird die Außenposition zum Körper im Sinne skeptischer Distanz noch für Jahre nach der Geburt aufrechterhalten. Gelegentlich kommt es auch zur Übernahme eines bereits in Besitz befindlichen fremden Körpers fortgeschrittenen Alters, dessen Besitzer sich verabschiedete, weil ihm seine fleischliche Behausung wegen Krankheit, Unfall oder Verletzungen nicht mehr wohnlich erschien. Auch Fälle von geistiger Nötigung und Gewaltanwendung im Konkurrenzkampf um einen Körper sind bekannt geworden. Kennzeichnend für den Zustand "drinnen" ist das allmähliche Vergessen der Herkunft. Dieser Vorgang kann sich über mehrere Kindheitsjahre hinziehen. Doch schon weit früher kann es durch ein dafür typisches traumatisches Erlebnis zum Vergessen kommen. Die Kontaktnahme mit dem Embryo im Leib einer Schwangeren vollzieht sich nämlich in der Regel über einen feinenergetischen Wirbel oder Strudel. Dieser kann sich sowohl an der oberen Grenze der Erdhüllenzone wie auch irgendwo darin bilden. Das Geistwesen wird von diesem Strudel erfasst und eingesogen, sei es in einer Höhe von 20 bis 30 Kilometern oder auch in unmittelbarer Nähe zum Zielkörper. Der Durchgang durch diesen feinenergetischen Strudel ist von extremer Bewusstlosigkeit begleitet. Die zunehmende Verengung schafft ein Gefühl von Druck und Verwirrung. Dadurch kommt es zu jenem Vergessen, das es uns unmöglich macht, uns an vergangene Inkarnationen zu erinnern. Doch gelingt es im Verlauf einer Sitzung, diese Bewusstlosigkeit zu durchdringen. So lässt sich erkennen, dass dem Geistwesen während der Verwirbelung intensive Übereinkünfte sexueller und kultureller Art aufgeprägt werden. Völlig unabhängig von seiner früheren Existenzform identifiziert es sich mit seiner Rolle als Mann oder Frau, als Europäer, Chinese oder Afrikaner. Wegen seiner durch den Wirbel verursachten extremen Apathie übernimmt es diese Identitäten fraglos und unreflektiert. Nach Austritt aus dem unteren, dünnen Ende des Tunnels erwacht das Geistwesen wie aus tiefster Narkose. Es befindet sich in einem fremden Körper unter fremden Menschen. Es weiß nicht, wie es dorthin geriet. Es ist verwirrt, schockiert, hilflos und ratlos. Was es weit dringlicher braucht als Milch und Windeln sind Liebe, Fürsorge und Verständnis. Der Autor: Ulrich Kramer, Jahrgang 1948, Dipl.-Psych., betreibt Persönlichkeitsentwicklung in privater Praxis seit 1985. Zu der von ihm entwickelten Methode "MindWalking" hat er 2003 zwei Bücher verfasst: "Im Internet der Seelen" und "Aus fernen Welten". Mehr dazu findet sich im Internet unter mindwalking.de. Im Herbst 2006 erschien "Lebenserfolg - visionär organisiert". Erhältlich im Verlag Jentschura.
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